WARUM IST EIN MFA!-KONZERT SO GÜNSTIG ?

Unser Ziel war immer, die eigenen Konzerte so zu gestalten, dass Niedriglöhner, Hartz4-Empfänger und andere Leute mit wenig Geld nicht ausgeschlossen werden, gleichzeitig wollen wir aber auch von der Musik leben. Da stellt sich die Frage: wie geht das zusammen?

In kommerziellen Klubs erhalten die Bands in der Regel 50-70% vom Eintritt, was nichts anderes bedeutet, als dass der Eintritt relativ hoch sein muss (mehr als 10 Euro) damit eine Band von den dortigen Konzerteinnahmen überleben kann - gleichzeitig werden so viele Leute von den Konzerten ausgeschlossen. Alternativ dazu gibt es Autonome Zentren, Jugendclubs und andere unkommerzielle Locations, wo der Eintritt oft nach oben auf 5 oder 6 Euro begrenzt ist. Damit wird zwar dem Publikum ein günstiges Konzerterlebnis ermöglicht, es werden aber keine Strukturen für ein selbstbestimmtes Leben der Musiker geschaffen, sondern sie werden im Gegenteil dazu genötigt, entweder irgendwann in den Kommerzklub zu gehen, oder sich einen anderen Job zu suchen.

Wir haben lange Zeit 8 Euro für einen fairen Kompromiss gehalten und sind damit auch einigermaßen gut zurecht gekommen. Allerdings gab es immer wieder Diskussionen, die sich grob zwischen „das ist doch viel zu wenig, ich will gerne mehr bezahlen“ und „8 Euro ist schon heftig, bekomme ich Ermäßigung?“ bewegten. Ausgehend davon testen wir auf den aktuellen Konzerten folgendes Konzept: Der Eintritt ist prinzipiell frei und es gibt einen von uns empfohlenen Spendenbetrag (von z.B. 13,- Euro) und wem das zu wenig ist, der spendet einfach was er/sie meint.

MONO FÜR ALLE!